Der Ihlamur-Pavillon, eingebettet zwischen den Hügeln von Beşiktaş, Yıldız und Nişantaşı, blickt auf eine reiche Geschichte zurück, die bis ins 18. Jahrhundert reicht. Einst ein beliebtes Ausflugsziel auf dem Land, beschattet von Platane- und Lindenbäumen entlang des Fulya-Bachs, birgt das Tal Geschichten von kaiserlichen Gärten, Bogenschießwettbewerben und königlicher Muße.
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Kaiserlicher Garten und Bogenschießwettbewerbe:
Im 18. Jahrhundert gehörte der untere Teil des Ihlamur-Tals, einschließlich der Ihlamur-Pavillons, Hacı Hüseyin Ağa, dem Verwalter der kaiserlichen Werft während der Regierungszeit von Sultan Ahmed III. Bogenschießsteine, die Schießwettbewerbe von Sultan Selim III. und Sultan Mahmud II. markieren, zeugen von der historischen Bedeutung des Tals.
Entwicklung zum Gesprächsgarten:
Sultan Abdülmecid verwandelte den dritten Teil des Tals in den „Gesprächsgarten“. Während der Regierungszeit von Sultan Abdülaziz veranstaltete der kaiserliche Garten Unterhaltungen und Ringerwettkämpfe und blieb bei nachfolgenden Herrschern und deren Familien beliebt.
Übergang zur Republik:
Nach der Ausrufung der Republik gingen die Ihlamur-Pavillons 1951 in den Besitz der Stadtverwaltung von Istanbul über. Die Große Nationalversammlung der Türkei bestimmte sie zur Unterbringung des Tanzimat-Museums.
Umwandlung in ein Museum:
1966 übernahm die Nationalpaläste die Ihlamur-Pavillons und öffnete sie 1985 nach Landschaftsgestaltungsarbeiten für die Öffentlichkeit. Der Zeremonienpavillon, ein bemerkenswertes architektonisches Werk, verfügt über eine treppenhaus im Barockstil und eine westlich geprägte Innenausstattung. Der Begleitpavillon, mit traditioneller osmanischer Architektur, zeigt Stuckarbeiten, die Marmor imitieren.
Ihlamur-Pavillon: Ein historischer Überblick:
Initiert in der Regierungszeit von Sultan Abdülmecid bestehen die Ihlamur-Pavillons aus dem Zeremonienpavillon und dem Begleitpavillon. Ersterer, mit barocken Merkmalen und westlich geprägtem Innenraum, diente als Büro des Sultans und für Empfänge. Letzterer, ein weniger prunkvolles Gebäude, bewahrte die traditionelle osmanische Architektur.
Der heutige Ihlamur-Pavillon:
Heute steht der Ihlamur-Pavillon als Museums-Palast da und bewahrt den historischen Charme seiner Umgebung. Die hohen Mauern schützen ihn vor Lärm und Chaos, sodass Besucher den Merasim-Pavillon und den Maiyet-Pavillon erkunden können.
Merasim-Pavillon und Maiyet-Pavillon:
Vom Abdülmecid für Nigogos Balyan erbaut, ist der Merasim-Pavillon der ursprüngliche Ihlamur-Pavillon, während der Maiyet-Pavillon als einfachere Struktur in der Nähe steht. Der Maiyet-Pavillon mit seinen zwei Etagen und schlichter Außengestaltung bietet mit seiner zurückhaltenden Innenausstattung einen Einblick in die Vergangenheit.
Vermächtnis und Besucher:
Nach Abdülmecids Zeit zeigte Abdülaziz weniger Interesse an den Pavillons. Dennoch fand Mehmed V. Trost im Garten, veranstaltete dort Empfänge und begrüßte 1910 Würdenträger wie die Könige von Bulgarien und Serbien.
Das Ihlamur-Tal und seine Pavillons sind Zeugen von Jahrhunderten Geschichte, von kaiserlichen Gärten über Bogenschießwettbewerbe bis hin zu modernen Museen. Die Verbindung osmanischer Tradition und westlichen Einflusses macht den Ihlamur-Pavillon zu einem zeitlosen Juwel, das Besucher einlädt, das reiche Geflecht seiner Vergangenheit zu entdecken. Entdecken Sie mehr mit einem Istanbul E-pass!